| Stifterin | |||||||||
| STIFTUNG |
Gudrun Halbrock war 34 Jahre lang als Gewerbelehrerin in verschiedenen hauswirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen tätig und unterrichtete Kinder und Jugendliche in Heimschulen, im Rahmen der Schulischen Erziehungshilfe. Ihre 1962 geborene Tochter zog sie allein auf. Zwischenzeitlich erwarb sie ein Montessori-Diplom und absolvierte als Fünfzigjährige ein Psychologiestudium. Nach ihrer Pensionierung als Lehrerin erwarb sie per dreijähriger Weiterbildung die Qualifikation als Psychotherapeutin. In ihrer Kindheit erfuhr sie den psychischen Druck einer autoritären Gesellschaft. Während ihres Studiums faszinierte sie, welche Chancen der persönlichen Einflussnahme eine Demokratie ermöglicht. Diese Begeisterung für ein Leben in Freiheit und Verantwortung wollte sie, als Gewerbelehrerin, der jungen Generation vermitteln. Besonders am Herzen lag - und liegt ihr - der respektvolle Umgang mit Kindern. Als Mitbegründerin des "Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter e.V." (VAMV) und dessen stellvertretende Vorsitzende hat sie sich seit 1972 über Jahrzehnte schwerpunktmäßig für die Förderung der Erziehungskompetenz von Eltern eingesetzt, so auch im Landesfrauenrat als Vertreterin des VAMV. Viele Jahre leitete sie selbst Elterntrainings. In ihrer jetzigen Praxis als Psychotherapeutin arbeitet sie vor allem mit Eltern zur Prävention von Erziehungsschäden. 1984 wurde ihr der Hamburger Bürgerpreis verliehen und 2008 die Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes für ihre Verdienste um das Gemeinwohl. 2013 wurde sie für ihr ehrenamtliches Wirken um das Wohl der Kinder ausgezeichnet mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Gudrun Halbrock über ihre Beweggründe: „Es ist mir ein besonderes gesellschaftliches Anliegen, die immense Bedeutung von Kindererziehung für unsere Kultur bewusst zu machen. Da ich selber in der autoritären Gesellschaft aufgewachsen bin und in meiner psychotherapeutischen Praxis täglich die Folgen gravierender Erziehungsfehler erlebe, engagiere ich mich dafür, dass die junge Generation psychisch gesund zu selbst- und verantwortungsbewussten Menschen heranwächst, mit ethischen Werten für eine friedvolle Welt.“ Zur Verwirklichung dieser Ziele legte sie 2002 den Grundstock für die "Gudrun Halbrock Stiftung zum Wohle der Kinder" und erfüllte sich damit den Traum der politischen Einflussnahme. Überschüsse aus ihrer psychotherapeutischen Praxis kommen der Stiftung zu Gute, die seit 2003 Projekte im Bereich der Kindererziehung fördert, darunter seit 2005 den Förderpreis "Hamburg - Kinderfreundliche Stadt? -Macht mit!", der jährlich unter neuer Themenstellung ausgelobt wird. Momentan liegt der Schwerpunkt der Förderung durch ihre Stiftung auf der Unterstützung der elterlichen Erziehungskompetenz über das STEP-Elterntraining.
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